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Neese erklärt die Welt

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Ehe

Woody Allen klagte, dass er mit Ehen nur Pech hatte. Seine erste Frau verließ ihn, die zweite nicht. So schlimm ist es wohl nur in seinem Fall (was wohl seine Frauen zu dem Thema sagen?).

Entstanden ist der Begriff Ehe in der Keulenzeit, die von vielen als Steinzeit bezeichnet wird, weil Stein das Element war, das eine Keule nicht klein gekriegt hat. Nach mancher höflich vorgebrachten Werbung eines Keulenmännchens kam die Antwort: „Ehe ich mit dir …“ Dann war die Keule schneller und auf Dauer blieb nur das Wörtchen Ehe übrig.

Dieser Begriff hat allerdings noch weitere Hintergründe. Manche verheiratete Kreuzworträtselfans können mühelos die Frage nach der Abkürzung von „Errare humanum est“ beantworten. Auch wissen sie, dass die Frage „Lebensende mit drei Buchstaben“ nicht unbedingt die Antwort „Tod“ erfordert.

Einem Junggesellen fehlt zum Glück die Frau. Mir nicht. Allerdings rede ich schon seit drei Jahren nicht mehr mit meiner Frau. Ich will sie nicht unterbrechen. Schon gar nicht ist es nötig, ihr zu widersprechen. Das erledigt sie schon selber.

Und irgendwann wird sie schon verschwunden sein. Laut einer Umfrage geht jede dritte Frau mit Lippenstift weg. Jeder Fettfleck mit Waschmittel.

 

Ehemann

Ehemaliger Mann

 

Ein-Euro-Jobs

Seit 2011 hat Apple leider keine Jobs mehr in der Firma. Doch die eine Stelle war für Ein-Euro-Jobber ohnehin überbezahlt.

Die gegenwärtige Zurückhaltung bei den Ein-Euro-Jobs wird sich in naher Zukunft wieder legen. (Widerlegen Sie das mal!) Denn viele neue Tätigkeiten warten auf das Heer der Statistisch-nicht-mehr Arbeitslosen: Während in den Chefetagen deutscher Banken schon händeringend die Einstellung neuer Zahlendreher und Scheinwerfer verlangt wird, sucht man in Bibliotheken eine Vielzahl von Buchhaltern, denen man die Tätigkeit mit der so genannten  „Buchstütze“ schmackhaft machen will.

Aufgrund der Reduzierung des Bestands an Bahnhofsuhren sucht die Deutsche Bahn AG für viele ihrer Bahnhöfe verzweifelt nach kostengünstigen Uhrzeigern. Und wer sich in dem Verantwortungsbereich nicht bewährt, erhält zumindest noch die Erlaubnis, als Bahnhofsvorsteher zu fungieren. (Die früher gebräuchliche Bezeichnung „Penner“ ist aber so was von out!)

Leichte Tätigkeiten im Büro versprechen die Arbeitsfelder „Aufseher“ und „Bewegungsmelder“. Letzteres wird oft in Doppelfunktion mit der Tätigkeit als „Lautsprecher“ angeboten. Mitarbeiter mit feuchter Aussprache sind prädestiniert für den Job als Luftbefeuchter.

Einhergehend mit den Anforderungen zur Energieeinsparung bietet die Polizei seit längerem schon Zwei-Euro-Jobs (also zwei Personen im Team) für jeden Streifenwagen. Der eine schreit "TatüTata!", der andere sitzt auf dem Wagendach und ruft "Blaulicht!"

Während in der Forstwirtschaft, seit es dem deutschen Wald wieder besser geht, vielfach nach Stammhaltern gefragt wird, sind in Kfz-Werkstätten vor allem Motorroller und in Schneidereien spezielle Fertigkeiten z.B. als Zigarrenschneider gefragt. Ja, eine am Flussufer gelegene Maßschneiderei fragte neulich nach einem Haubentaucher.

In der Unterhaltungsindustrie sucht mancher Discjockey eine Hilfskraft als Scheibenwischer und der ein oder andere Dirigent einen Geigerzähler. Fußball-Bundesligist Werder Bremen suchte einen Wynton Rufer. Der Job bei Heidi Klum als Strumpfhalter war allerdings schnell weg.

Das breiteste Angebot an Ein-Euro-Jobs gibt es aber nach wie vor in der Gastronomie. Je nach Art und Niveau (sofern man Letzteres findet; meist weiß man nie wo man suchen soll) des Restaurants kann man ein Unterkommen als Gabelstapler, Fischmesser oder Soßenbinder finden. Für letztere Tätigkeit müssen allerdings die Stricke zum Binden mitgebracht werden. (Dies führte auch zu der Redewendung „jemandem einen Strick drehen“) Selbst in der Toilette werden Jobs mit interessantem Publikumskontakt als Handtuch- oder Klopapierhalter geboten.

Die Innung der Bankräuber erwägt eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht, da die neue Berufsbezeichnung „Geldwechsler“ in erster Instanz vom JobCenter nicht akzeptiert wurde.

Der steigenden Nachfrage nach Ein-Euro-Jobs begegnen die JobCenter mit neuartigen Telefonzentralen. Jeder Arbeitslose, der anruft und zu seinem Sachbearbeiter weitergeleitet wurde, gilt in der Statistik nun als vermittelt.

 

Empirische Wissenschaft

Empirische Wissenschaften entwickeln ihre Theorien anhand von Erfahrungen und den Erkenntnissen aus empirischen Daten. Ein Beispiel: Wenn man nachts im Wald ist, niemand in der Nähe und du rennst gegen einen Baum: tut es dann auch noch weh? Ich habe es untersucht, es tut.

 

Entwicklungshilfe

Lehrstelle im Fotolabor

 

Erbarmen

Die Erb-Armen sind die, die von der Erbtante wegen ungebührlichen Betragens enterbt wurden.

 

Erddrehung

Dass die Erde rund ist, wird heutzutage jedem schnell klar sein. Man sieht es ja schon am Globus. Dass sie sich drehen soll, haben die Menschen in früheren Zeiten allerdings mit sehr viel Skepsis betrachtet. Bei jedem, der behauptet hat, die Erde würde sich drehen, wurde zunächst einmal der Alkoholbestand kontrolliert.

In der Tat ist es  schon weitaus schwieriger und nur durch Schlussfolgerungen zu begreifen, dass die Erde sich dreht. Würde sie sich nicht drehen, versammelte sich die ganze Tier- und Pflanzenwelt auf der Sonnen zugewandten Seite, um die Wärme nicht einzubüßen. Dann aber wäre die Erde nicht mehr rund. Da sie es ist, dreht sie sich.

Fachleute sind sich mittlerweile einig, dass die Erde sich nicht dreht, weil die Sonnenstrahlen mit solcher Wucht schräg auf die Erde treffen, dass diese in Drehung versetzt wird. In Wahrheit ist das Höllenfeuer bekanntermaßen im Mittelpunkt der Erde eingeschlossen und die Verdammten in der Hölle klettern in ihrem Versuch, dem Feuer zu entgehen, an der inneren Erdwölbung entlang und versetzen die Erde so in Drehung wie der Hamster sein Laufrad.

Hedwig allerdings bezweifelt, dass sich das Höllenfeuer im Innern der Erde befindet und meint: "Dann hätte ich doch nicht immer so kalte Füße!"

Im Zuge der Forschungen erlangte man auch Klarheit über die Entstehung des Taus: so wie die Erde sich dreht, kommt sie ganz schön ins Schwitzen.

Für viele ein Glück, dass sie sich mit angemessener Geschwindigkeit bewegt. Würde sie sich zum Beispiel 30 mal schneller drehen, bekäme man zwar jeden Tag das Gehalt überwiesen, aber Frauen würden verbluten.

 

Euro

Der Begriff Euro ist entstanden aus einer Städtepartnerschaft zwischen der französischen Stadt Eu (8.332 Einwohner, am Ärmelkanal gelegen) und der italienischen Stadt Ro zwischen Bologna und Padova gelegen. Aus dieser vorbildlich durchgeführten Partnerschaft zweier Städte gewann man das Ideal einer kontinentalen Einigkeit, das insbesondere vom griechischen Götterchef Zeus favorisiert wurde. Das ist der wahre Hintergrund, nicht die traditionelle Behauptung, er hätte mal wieder was mit einer Tussi namens Europa gehabt.

Der Begriff Europa stammt aus dem asiatischen Raum und bedeutet Abendland. Soll heißen: wenn die Länder sich einigen, dann wirds duster! Schon manche wollten den Europa-Gedanken zum Mond oder noch weiter schießen, zum Beispiel als Rakete, doch als Trägerrakete war sie nicht energisch genug und kreist als Asteroid in ca. drei astronomischen Einheiten um die Sonne.

Zeus seinerseits versicherte jedem, der es hören wollte oder auch nicht, dass mit der Frau gar nichts gewesen sei, sondern dass nur die Idee zähle. Daraus entstanden sowohl die Zeus Versicherungen als auch die Europa-Versicherungen mit Sitz in Köln. Und nachdem Zeus meistens als Antwort auf seine Versicherungen bekam, das mit der Einigungs-Idee könne noch lange währen, nahm die Euro-Währung erste Formen an.

 

Ewiges Leben

Physiker haben gemessen, dass Treppensteigen sieben Mal anstrengender ist als Laufen in einer Ebene. 

 

Exempel

Ursprünglich Ex-Hampel, wobei gewählt werden darf zwischen Ehe-Hampelmann oder Zappelphilipp. Die Zielperson wurde dann so lange gerade gemacht, bis sie wie eine Statue herumstand bzw. agierte. Das ist der Ursprung von Exempel statuieren ...

 

 

 

 

 

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