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Neese erklärt die Welt

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Kalif
Kalorien
Kammermusik
Kavalier
Klagenfurt
Klaustrophobobie
Knigge in heutiger Zeit
Kompost
Kondensmilch

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Impressum
 

Kalif

Einwohner von Kalifornien

 

Kalorien

Kleine Tierchen, die über Nacht deine Kleidung enger nähen

 

Kammermusik

Was war das ein Lärm und Durcheinander der Misstöne, als die ersten Jagdtrupps ihre Treiber mit Tröten durch den Wald schickten, um Wild und böse Geister zu erschrecken. "So kann das nicht weiter gehen", erklärte Wilhelm Tell, den die Bürger damals schon als Gottheit der Kommunikation verehrten und mit "Oh Tell, oh" anriefen. Dieser Anruf sollte ihn in späteren Leben zu tragischem Geschick führen.

Dieser Tell also ordnete an, die am schrillsten falsch Pfeifenden in einem Saal einzusperren, damit sie dort üben konnten.

"Wie viele sind in dem Raum?", fragte er einen Gehilfen. "Es sind knapp über 440 Hertzen", antwortete dieser. "Auf dass diese 440 Hertz eine Einheit seien", beschloss Willy.

Die Armseligen pfiffen und tröteten lange Jahre ohne Ansätze von Harmonie, lediglich vier Personen konnte Tell ausnehmen. "Dieses Quartett streichen wir", ordnete er an und begründete damit das erste Streichquartett. Andere dagegen brachte ihr Ehrgeiz in Streit miteinander. Sie schlugen mit ihren Instrumenten aufeinander ein, wobei sich sowohl bei den Streitenden als auch bei den Instrumenten ganze Hörner ausbeulten, was den Klang auch nicht besser machte.

In Erinnerung an sein Streichquartett ordnete Tell an, die Blasinstrumente zu streichen und durch so genannte Streichinstrumente zu ersetzen. Dies brachte Hilfe, auch wenn ein Horn zuvor noch so schrill wurde, dass ihr Klang sogar eine Mauer durchdrang und alle Menschen in schreckliche Alpträume versetzte. Heutzutage erinnern sich die Menschen in der Schweiz noch oft an diese "Alphörner".

Doch im Laufe der Zeit (und nach Ausbesserung der Saalwände) konnten dank der geänderten Instrumentenbesetzung viele Töne gestrichen werden, so dass der Klang leichter ertragen werden konnte. Seitdem spricht man auch von getragenen Tönen.

Und endlich waren die gut 440 Hertzen fast im Ein- und Gleichklang mit ihren Instrumenten. "Ja", sagte Wilhelm Tell. "Dös kammer wohl als Musik gelten lassen!" Dies war die eigentliche Geburtsstunde der Kammermusik. Zwar wurde die Musik zunächst in Erinnerung an die Anfänge noch Kammerjägermusik genannt, doch da die Kammerjäger aufgrund der langen Phase der Eingeschlossenheit sehr mit hygienischen Problemen zu kämpfen hatten, wandelte sich die Bedeutung des Begriffs und für die Klänge setzte sich das schlichtere Kammermusik durch.

 

Kavalier

Ein Mann, der Frau und Kinder sitzen lässt

 

Klagenfurt

Stadt in Österreich, am Wörthersee gelegen. Die Stadt im Bundesland Kärnten hat ihren Namen aus der Zeit ihrer ersten Gründung im Mittelalter, als das österreichische Bildungssystem stark leistungsfeudalistische Züge ausbildete und die Stadt zum Sammellager für alle Schüler wurde, die in Sprache und Mathematik nach vorherrschender Meinung versagt hatten.

Nach eingehenden Tests wurden die Verlierer vorbei an ihren klagenden und jammernden Verwandten durch eine Furt des Flusses Glan bis an den Sumpf am Wörthersee gebracht. Hier wurden sie in den Sumpf getrieben.

Die Aussage des Fürsten lautete: Wer sich durch den Sprachmorast kämpfen und den See der klaren Wörther erreichen könne, würde begnadigt und weiter in der Schule ausgebildet.

Dies war eine schwierige Aufgabe und die Eltern wussten, warum sie klagten, denn kaum 40 Prozent kehrten zurück. Dies ist auch der Ursprung des Lehrer-Scherzes: "Diese Klasse ist so schlecht, dass 60 Prozent sitzen bleiben werden." - "So viele sind wir doch gar nicht!"

In Erinnerung an die Qual der beteiligten Kinder und Erwachsenen wurde die Stadt Klagenfurt genannt.

 

Klaustrophobobie

Die Angst, über den Namen Klaus nicht einmal die Strophe eines Gedichtes verfassen zu können geschweige denn ein längeres Poem.

Um diese Angst zu verarbeiten bedarf es einer intensiven so genannten Klausur. Nein, dies ist keine Bezeichnung für des Klauses Zeitmesser (eine geschärfte Klinge, um Stunden zu zerschneiden), sondern für die Zeitspanne, in der Klaus raus kann.

Meist versucht man sich in aller Stille, ja sogar Ruhe an einem Werk, weshalb die "Klause" im deutschen Wortschatz auch ein entsprechend einsamer Aufenthaltsort ist.

 

Knigge in heutiger Zeit

Vorsicht, liebe Damen, Männer haben häufig Hintergedanken, wenn sie Sie in ihre Wohnung einladen! Es kann immer sein, dass Sie abwaschen sollen!

Unleserlich zu schreiben kann zumindest die Rechtschreibfehler verbergen.

An der Kaffeetafel ist Ruhe und Gelassenheit oberstes Gebot. Und wenn einer gleich zwei Stücke Kuchen haben will: nicht aufregen, einfach ein Stück Kuchen nehmen und noch einmal durchschneiden!

Auch weiße Hemden bezeichnet man in der vornehmen Welt als ‘fliederfarben’.

Nägel kauen hat oft fürchterliche Folgen. Man sehe sich nur manche Statuen ohne Arme an!

Nicht in jedem Fall gilt es als höflich, der Frau die Tür aufzuhalten. Zum Beispiel dann nicht, wenn es sich um eine Autotür handelt und das Auto eine Geschwindigkeit von ca. 150 km/h hat!

Man sollte nicht abergläubisch sein,  denn das bringt Unglück. Einem Mann in Goslar hat die Berührung eines Hufeisens z.B. auch kein Glück gebracht, allerdings war das Pferd am Hufeisen noch dran!

Wenn einer allerdings vier Hufeisen findet, so weiß man gemeinhin, was das bedeutet. Irgendwo auf der Welt läuft ein Pferd barfuss herum.

 

Kompost

Erneute Kooperation zwischen Post und Telekom

 

Kondensmilch

Viele Stadtmenschen wissen es kaum noch: Milch wird von Kühen produziert. Dabei gibt es zahlreiche Produktionsgeheimnisse, von denen wir hier die Entstehung von Kondensmilch lüften wollen.

Kondensierung entsteht, wenn zwei unterschiedlich temperierte Gegenstände aufeinander treffen und dadurch eine Flüssigkeit nicht im Körper gehalten werden kann.

Im Unterschied zum Abernten des Euters der Kuh verflüchtigt sich die Kondensmilch, weil sie leichter ist und schwebt durch die Lüfte, um so genannte Kondensstreifen zu bilden. Diese werden dann von Düsenjets eingesammelt und in handliche Tetrapacks gepustet.

Aufgrund der verlorenen Freiheit ist die Kondensmilch recht niedergeschlagen und wird dadurch wieder zur Flüssigkeit. Das Getränk ist seltener geworden, da aufgrund von Umweltschutzauflagen die Ernte der Kondensstreifen sehr kostspielig geworden ist.

 

 

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