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Neese erklärt die Welt

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Umweltschutz
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Umweltschutz

Manchmal würde die Zerstörung des Regenwalds richtig Sinn machen. , Zum Beispiel, wenn man wieder mal mit Folgen des Dschungelcamps belästigt wird. Letztlich aber weiß natürlich jeder einsichtige Mensch, dass wir auf die Resourcen unseres Planeten angewiesen sind und sie erhalten müssen.

Eins frage ich mich schon seit längerem: wenn die Luft in den Städten so stinkig und auf dem Land so gut ist: warum baut man die Städte nicht gleich auf dem Land?

Auch in Sachen Müll trennen sich die Geister. Manche trennen Müll überhaupt nicht mit der Begründung, dass es ja schließlich nur ein Wort mit vier Buchstaben sei. Ich sehe das differenzierter.

So wirft man Papier nicht so einfach auf die Straße, sondern tut es in den Papierkorb. Und wenn keiner in der Nähe ist, knüllt man es ganz fest zusammen und steckt es in den nächsten Briefkasten. Wenn Glas durchsichtig ist, kann man es liegen lassen, es fällt ja nicht auf. Grünes Glas ist unreif und wird ebenfalls liegen gelassen, bis es zu braunem Glas reift. Und dann sollte es eigentlich so erwachsen sein, sich selbst in den richtigen Container zu schmeißen.

Natürlich sind Umweltprobleme kein originäres Angelegenheit der Neuzeit. Schon Adam und Eva durften die Äpfel vom Baum der Erkenntnis nicht essen, weil sie gespritzt waren. Die Äpfel, meine ich natürlich.

Der BUND fordert in seinem neusten Communique weitergehende Bemühungen zur Erhaltung von Flora und Fauna. Die Bundesregierung hat hierauf bereits Maßnahmen zur Erhaltung des Purzelbaums angekündigt sowie insgesamt die Einführung ökologischer Prinzipien. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband präsentiert sich hier in einer Vorreiterrolle: zum Beispiel soll die Haltung von Motten zur Entfernung von Rotweinflecken zum Regelsatz werden.

Die umwelthygienische Aufgabe beginnt schon in unserem alltäglichen Leben daheim. So hat eine jüngst veröffentlichte Studie dargelegt, dass Baden das Wasser schmutzig macht. Seitdem nehme ich nur noch Brausetabletten, auch wenn sie noch so scheußlich schmecken.

 

Unterfangen

Ballwurf-Legastheniker haben auch beim Fangen ein Problem. Oft werden die Arme zu tief gehalten und der Ball fliegt über sie hinweg, man unterfängt also ...  

 

Urahne

Mein Urahne wusste immer, was und wem die Stunde geschlagen hat. Dies war in dieser grauen Vorzeit nicht so selbstverständlich, denn es gab noch keine Swatch-Uhren an den Kirchtürmen, sondern man baute nach sorgfältigen Berechnungen so genannte Sonnenuhren. Natürlich war es leichter, an einem Kirchturm hoch zu schauen als diese Sonnenuhren in der Landschaft zu finden und es entwickelte sich unter anderem der Beruf des Uhrzeigers.

Die damalige Vorzeit hieß aber wie schon erwähnt grau, weil die Sonne sehr oft hinter Wolken verschwand. Es war diesig und der Regen fiel oft so dick wie Pflaumensuppe. Dann konnte man vor der Sonnenuhr stehen, so lange man wollte, sie gab keine Zeit an. Und da das Telefon noch nicht erfunden war, gab es auch keine Zeitansage.

Allerdings hatten einige wenige Menschen anscheinend den Lauf der Zeit so weit verinnerlicht, dass ihre Mitmenschen sagten: „sie gehen mit der Zeit“. Dies war aber damals noch nicht der Fall. In Wirklichkeit haben sie den Stand der Sonnenzeit immer nur geahnt.

Erst als dann viel später in den Wirren der französischen Kulturrevolution ein H aus dem Begriff Uhrahn herausgenommen und als Kürzel hinter die präzise Zeitangabe gesetzt wurde, waren sie schnell up to date und nutzten die moderne Schreibweise, als sei es immer schon so gewesen.

 

Urlaub

Wie heute kaum noch einer weiß, ist der Begriff "Urlaub" aus der Biologie entlehnt. So wie sich die Blätter der vorsteinzeitlichen Riesenbuchen ablegten, wenn ihr Jahreswerk getan war, so sollte auch in Menschentälern kein Wesen einfach nur Herum-Neandern. Auch die Umsetzung ihrer Freizeitpläne bezieht sich auf diese oft so trist angesehene Vorzeit. Wer sich das Wort "Riesenbuchen" einmal genau anschaut, wird die geringfügige Änderung zum heutigen "Reisen buchen" vernachlässigbar finden.

Da auch damals schon die Arbeitgeber unabläss(t)ig die Sozialleistungen kürzten, mussten sich die meisten Menschen mit immer weniger Freizeit und Erholung abfinden. Die Archosaurier (siehe Arche Noah), die in der Lage waren, mit großen tragflächenartigen Flughäuten zu fliegen, wurden immer seltener benötigt, zumal an immer mehr Arbeitsstätten immer mehr Wasser (heute: Meerwasser) zu finden war (siehe Sintflut). So kam es, dass statt der Rhamphorhynchoidea (Langschwanzflugsaurier) meist nur noch die Pterodactyloidea (Kurzschwanzflugsaurier) benötigt wurden.

Der größte Flugplatz damaliger Zeit war übrigens das baden-württembwergische Holzmaden (!), eine Gegend mit vielen Riesenbuchen. Dort wurden die prächtigsten Funde von Flugsauriern in Deutschland gemacht. Was zum Aussterben der Flugsaurier führte, legt der Name der Ortschaft nahe: irgendwann gab es keine Riesenbuchen mehr.

 

Urlaubsnagel

(auf Baustellen:) Tritt rein und du hast Urlaub!

 

 

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